🏳️‍🌈 Pride Month ’22 🏳️‍🌈 Taubentipps Teil 3 🏳️‍🌈

Der Pride-Month macht die Vielfalt unserer Gesellschaft sichtbar. Doch lange Zeit wurden queere Menschen von der Öffentlichkeit und den Medien ausgeschlossen, sodass für viele Identifikationsfiguren fehlten, um sich selber in der Welt wiederzufinden. Die Gesellschaft und unsere Medienlandschaft war viel zu lange heteronormativ geprägt. Viele Personen der LGBTQIA+ Community glauben, dass sie allein sind mit ihren Gefühlen. Wir sind vielfältig und doch im Kern gleich: Wir wollen lieben und geliebt werden. 

An einen kommt man in den Medien nicht mehr vorbei: Riccardo Simonetti. 

Mit seinem funkelnden-extravaganten Outfits und Frisuren fällt er überall auf. In der breiten Öffentlichkeit macht er sich als schwuler Mann stark für Themen, die Ihm am Herzen liegen. Er kämpft für wahre Toleranz und Offenheit allen Menschen gegenüber. Weder das Geschlecht, noch die sexuelle Identifizierung, noch das Aussehen sollen einen Einfluss auf die Wahrnehmung der Menschen in der Gesellschaft haben. Jede Person soll gleichberechtigt und frei leben. Als bekanntes Gesicht der LGBTQIA+ Community setzt Riccardo Simonetti sich auch für viele karitative Zwecke, wie „Jugend gegen Aids“ oder „DKMSlife“ ein. 

Riccardo Simonetti ist Model, Moderator, Autor, Schauspieler – ein echter Entertainer. Seine funkelnde Lebensfreude und Offenheit mit der er sich der Welt präsentiert, bewundere ich sehr. Schon seit Kindertagen wollte er auf der Bühne und vor der Kamera stehen. Er liebte es Kleider und Schmuck seiner Mutter zu tragen und dabei internationale Superstarts nachzuahmen. Auch wenn er sich der männlichen Gesellschaft einordnete und Fußball spielte, musste er sich lange mit seinen wahren Gefühlen und Wünschen verstecken. Viel lieber als Fußball spielte er mit Puppen und war stets mehr mit Mädchen befreundet. Die bedrückende Enge in seinem Heimatort Bad Reichenhall in den Berchtesgadener Berge erschwerte lange die Erfüllung eines freien Lebens. In der Schule gemobbt, ausgegrenzt und gedemütigt wuchs in Ihm dennoch weiter das Ziel eines Lebens in der Öffentlichkeit, um Menschen wie Ihm, die nicht nur schwul sondern auch auffallend gekleidet sind eine Stimme zu geben. 

Zusammen mit seiner Mutter Anna Simonetti schreiben Sie zusammen in ihrem Buch „Mama, ich bin schwul“ über seine innere und äußere Seine innere und äußere Entwicklung. In dem Buch berichten beide aus ihren unterschiedlichen Perspektiven von seiner Kindheit, Coming-out und ihr gemeinsames Verhältnis. Natürlich ist seiner Mutter früh aufgefallen, dass Ihr Sohn sich anders verhält als die Kinder in der Stadt. Für seine Mutter ist es erst jetzt möglich zurückzublicken und verschiedene Zusammenhänge zu erkennen. Oft konnte Sie nicht für Ihn da sein, weil die viele Arbeit sie selbst aufgefressen hat. Nie zuvor war sie mit Homosexualität konfrontiert. Riccardo wurde nicht irgendwann schwul in seinem, nicht durch ein Erlebnis, nicht durch den Einfluss von außen, denn er war es schon immer. 

„Als Kind wünscht man sich, von seinen Eltern blind verstanden zu werden, doch gerade in einer Zeit wie der Pubertät, in der du dich selber kaum versteht, ist das eine schier unmögliche Aufgabe. Sie wird nur dann leichter, wenn du Menschen in deine Gefühlswelt einbeziehst.“ 

Mit der Zeit sind sie zusammengewachsen und heute so eng wie nie zuvor. Viele Gespräche haben beiden geholfen zu reflektieren und viele Verhaltensweisen des Gegenübers besser zu verstehen. 

„Spricht man über Homosexualität, wird der ganze Dialog häufig auf Sex reduziert. Das ist etwas, das mich oft belastete, besonders bevor Sex überhaupt eine Rolle in meinem Leben gespielt hat. Denn über Homosexualität zu reden bedeutet vor allem auch, über gleichgeschlechtliche Liebe, Familien und Beziehungen nachzudenken. Schwul zu sein bedeutet nicht nur, Sex mit Männern zu haben. Es bedeutet in erster Linie, romantische Beziehungen zu ihnen haben zu wollen. Sich ineinander zu verlieben und sein Leben miteinander zu gestalten. Für dieses Wissen kann kein Kind jemals zu jung sein“

„Mama, ich bin schwul“ ist ein so ein wundervolles, augenöffnendes Buch, dass mich sofort im Herzen getroffen hat und für viele Menschen und Familien gutes bewirken kann. 

In seinem zauberhaften Bilderbuch „Raffe und sein Pinkes Tutu“ erzählt Riccardo von einem kleinen jungen, der nicht nur Fußball, sondern auch mit Puppen spielt und am Liebsten ein Pinkes Tutu trägt. Doch das Tutu trägt er aus Angst vor den Reaktionen nur zu Hause. Bis zu dem Tag, an dem er es sogar in der Schule an hat. Doch nach diesem traurigen und schmerzhaften Tag bekommt er so viel Unterstützung und Stärke von seinen Eltern auf den Weg, dass er das Tutu bald mit Stolz und Freude tragen wird. Ein Buch für wahre Toleranz und Offenheit, für die es nie zu früh ist! 

Wer mehr über Ihn wissen und sehen möchte, der besucht einfach schnell seinen Instagram Kanal

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