Taubenbingo Challenge #8: Dieses Genre lese ich selten/nie

Ja, auch wir Buchhändler:innen haben Genres die wir nicht so gerne lesen. Man kann eben nicht alles mögen 😉 Wir haben hier ein paar Bücher aus Genres gesammelt, die wir sonst selten oder nie lesen, die uns aber trotzdem gut gefallen haben. Bei euch kann das natürlich ein ganz anderes Genre sein – vielleicht ist hier ein Buch dabei, das ihr für diese Challenge lesen könnt? Oder vielleicht findet sich etwas Passendes in einem unserer anderen Posts!

Lasst uns doch gerne in den Kommentaren wissen, welches Buch ihr euch ausgesucht habt!

Cornelia Schaller empfiehlt:

In seiner Kindheit war Patrik Svensson seinem Vater nie so nah wie beim Aalfischen. Als Erwachsener stellt er fest: Der besonderen Beziehung zu seinem Vater kommt er nicht auf die Spur, ohne nach dem Fisch zu suchen, der sie miteinander verband – und über den wir bis heute erstaunlich wenig wissen. Poetisch und kenntnisreich entwirft Svensson eine Natur- und Kulturgeschichte der Aale, von Aristoteles und Sigmund Freud bis zu Günter Grass, und verknüpft sie mit seiner persönlichen Geschichte. Auf verschlungenen Wegen wird das Rätsel des Aals zum Bild für das Leben selbst. Und ‚Das Evangelium der Aale‘ zu einer großen, umwerfenden Erzählung über ein sonderbares Tier und die Suche nach dem eigenen Ursprung und Ziel.

Brigitte Jetschina empfiehlt:

Die stolze bäuerliche Landwirtschaft mit Viehmärkten, Selbstversorgung und harter Knochenarbeit ist im Laufe der Sechzigerjahre in rasantem Tempo und doch ganz leise verschwunden. Ewald Frie erzählt am Beispiel seiner Familie von der großen Zäsur. Mit wenigen Strichen, anhand von vielsagenden Szenen und Beispielen, zeigt er, wie die Welt der Eltern unterging, die Geschwister anderen Lebensentwürfen folgten und der allgemeine gesellschaftliche Wandel das Land erfasste.

Monika Raiser empfiehlt:

Ein unberührter Wald voller alter, majestätischer, auch umgestürzter Bäume, eine Landschaft ohne Spuren von Zivilisation – so stellen wir uns Wildnis vor. Aber stimmt das Bild? Erhalten wir eine intakte, artenreiche Wildnis, wenn wir die Natur sich selbst überlassen? In nicht mehr bewirtschafteten Wäldern etwa lebt heute trotzdem nur ein Bruchteil der heimischen Tiere, Pflanzen und Pilze. Warum ist das so? Der Biologe und vielfach ausgezeichnete Naturfilmer Jan Haft hinterfragt in seinem neuen Buch unser Verständnis von Wildnis und entwirft einen neuen Wildnisbegriff. Am Ende steht die Botschaft, dass eine lebenswerte und klimafreundliche Landschaft mit großer Artenvielfalt einfach zu haben wäre, wenn wir es wollten: Wir brauchen wieder große Pflanzenfresser wie Pferde, Kühe und Wasserbüffel auf »wilden Weiden«.

Markus Schneider empfiehlt:

Sprechen, Schmecken, Lecken, Küssen, Zeigen: Die menschliche Zunge ist der soziale Muskel schlechthin. Wer aber respektiert werden will, sollte sie im Zaum halten. Fast könnte man meinen, dass wir diesem Organ, das so zentral ist für unsere Weltbeziehung, misstrauen. Als wäre die Zunge ein Wesen mit eigenem Willen – unberechenbar wie die Schlange, die eine gespaltene Zunge hat.

Annika Stanger empfiehlt:

London, im Jahr 1888. Audrey Rose Wadsworth ist die Tochter eines Lords und hat ein Leben voller Reichtum und Privilegien vor sich. Doch zwischen Teeverabredungen und Kleideranproben führt sie ein verbotenes Doppelleben. Entgegen den Wünschen ihres strengen Vaters und den Erwartungen der Gesellschaft schleicht sich Audrey oft in das Labor und den Hörsaal ihres Onkels, um Gerichtsmedizin zu studieren.

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