Taubenbingo Challenge #14: Ein Kurzgeschichten-/Essayband

Manchmal darf es beim Lesen auch schnell gehen und dafür sind Kurzgeschichten und Essays einfach großartig. Wir haben da alle so unsere Favoriten und deswegen musste eine solche Challenge natürlich mit dabei sein!

Lest ihr auch manchmal ganz gerne Kurzgeschichten oder Essays? Lasst uns doch gerne in den Kommentaren wissen, welcher Band euch zuletzt begeistert hat!

Lisa Weigel liest:

Diese Frauen kämpfen, diese Frauen geben nicht auf. Diese Frauen sind unsere Gegenwart: arm, reich, schwarz, weiß, sie sind Ehefrauen, Mütter, Wissenschaftlerinnen, Nachbarinnen, Verbrecherinnen, Liebende, Mächtige, von Gewalt Heimgesuchte. Das Schwesternpaar, das seit ihrer gemeinsamen Entführung als Kinder unzertrennlich ist. Die Frau, die mit einem Zwilling verheiratet ist, der manchmal von dessen Bruder ersetzt wird. Die Stripperin, die aufs College geht, und die schwarze Ingenieurin, die ihre Vergangenheit nicht vergessen kann: Sie alle sind gleichzeitig zu viel und zu wenig. Wir sind wie sie und geben nicht auf.

In diesen Essays und Reden zeichnet Olga Tokarczuk eine Karte ihrer vielfältigen Interessen und Inspirationen und gewährt uns Einblick in ihr schriftstellerisches Laboratorium. Wie baut sie ihre Geschichten auf? Welcher realistischen und phantastischen Motive bedient sie sich? Wie konstruiert sie ihre Figuren, die so unterschiedliche Gefühle bei den Lesern wecken? Jede dieser essayistischen Exkursionen zeigt uns aber auch ihr Bemühen, die Welt in ihrer unendlichen Komplexität zu begreifen und vermeintlich alltäglichen Dingen einen neuen Sinn zu verleihen. Und so ist dieses Buch eine Einladung, hinter die Kulissen des Werks der Literaturnobelpreisträgerin zu schauen, und zugleich eine große, faszinierende Erzählung über die Welt, in der wir leben.

Annika Stanger liest:

»Miss Kim weiß Bescheid« versammelt die Leben von acht koreanischen Frauen im Alter von 10 und 80 Jahren. Jede einzelne dieser stellvertretenden Frauenbiografien wird vor einem aktuellen gesellschaftlichen Thema in Korea verhandelt: das heimliche Filmen von Frauen in der Öffentlichkeit, Hatespeech und Cybermobbing auf Social-Media-Plattformen, häusliche Gewalt, Gaslighting, weibliche Identität im Alter und die Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz.

Brigitte Jetschina liest:

Nicht nur in den Bars von Palma tun sich Abgründe auf. Auch in der Idylle der Serra de Tramuntana laden bedrohlich steile Klippen zum Absturz ein, und auf Ibiza überdeckt der verlockende Kräuterduft so manch anderen Geruch. Spannende Geschichten von den Balearen mit Martin Suter, Deborah Levy, George Sand, Doris Dörrie, Agatha Christie und vielen mehr.

Clara Trumpf liest:

In these stories, Jemisin sharply examines modern society, infusing magic into the mundane, and drawing deft parallels in the fantasy realms of her imagination. Dragons and hateful spirits haunt the flooded streets of New Orleans in the aftermath of Hurricane Katrina. In a parallel universe, a utopian society watches our world, trying to learn from our mistakes. A black mother in the Jim Crow South must save her daughter from a fey offering impossible promises. And in the Hugo award-nominated short story „The City Born Great,“ a young street kid fights to give birth to an old metropolis’s soul.

Cornelia Schaller liest:

Alles, was Raynor und Moth noch besitzen, passt in einen Rucksack. Sie haben alles verloren – ihr Zuhause, ihr Vermögen und Moth seine Gesundheit. Mit einem kleinen Zelt machen sie sich auf, den gesamten South West Coast Path, Englands bekanntesten Küstenweg, zu wandern. Mit einem Mal ist ihr Zuhause immer nur dort, wo sie gerade sind. Sie begegnen Vorurteilen und Ablehnung, doch zugleich entdecken sie das Glück ihrer Liebe und lernen, Kraft aus der Natur zu schöpfen. Allen Widrigkeiten zum Trotz öffnet ihr mehrmonatiger Trip ihnen die Tür zu einer neuen Zukunft.

Dieter Rüger liest:

Ein Klassiker der französischen Literatur, neu illustriert von Quint Buchholz: Kurz vor dem Ersten Weltkrieg beginnt der Schäfer Elzéard Bouffier, in der verödeten, zerstörten Provence Bäume zu pflanzen. Einfach so, um die Welt wieder schön zu machen, pflanzt er Tag für Tag, jahrzehntelang. Und schafft es tatsächlich, dadurch vielen Menschen ein Stück Lebensfreude zu schenken. Die Bilder des preisgekrönten Malers und Illustrators Quint Buchholz unterstreichen die hochaktuelle Thematik, die in dieser Geschichte liegt: Ein Außenseiter, der es schafft, mittels Geduld und festem Willen ans Ziel zu kommen und die Natur nachhaltig zu verändern.

Markus Schneider liest:

Für ‚Von wo ich anrufe‘ stellte Raymond Carver selbst seine besten Stories zusammen. Das Schönste aus ‚Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden‘, ‚Würdest du bitte endlich still sein, bitte‘ und ‚Kathedrale‘ sowie sieben bisher unveröffentlichte Erzählungen. Ein beeindruckender Querschnitt durch Carvers Werk – und ein messerscharfes Porträt Amerikas. Raymond Carver ermöglicht dem Leser einen unverstellten Blick auf die dunklen Seiten des amerikanischen Traums und auf die Menschen, denen der Alltag zu entgleiten droht.

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