Fast zum Abschluss unserer Lesechallange noch eine schnelle Lektüre: Bücher unter 200 Seiten! Da kommt das Erfolgserlebnis ein Buch zu beenden um einiges schnelle wie bei unserer gegenteiligen Challange mit einem Buch über 500 Seiten!
Wir haben ein bisschen gewühlt und recherchiert und ein paar Titel gefunden, die perfekt zur Challange passen! Fallen euch auch noch welche ein, die wir vergessen haben? Dann lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!
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Lisa Weigel empfiehlt:
Kae Tempests erster großer Essay ist zugleich intimes Selbstporträt, hellsichtige Zeitdiagnose und mitreißendes Plädoyer für mehr Selbstsorge, Empathie und Gemeinsinn. Verletzlich und unverstellt erzählt das literarische und musikalische Ausnahmetalent von Ängsten, Rauschzuständen und dem zerstörerischen Wunsch nach Anerkennung – und fragt nach nicht weniger als dem richtigen Leben: Wie erkenne ich meinen Selbstwert in einer Welt, die vor allem auf Gewinn aus ist? Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, die nicht von Leistung und Selbstoptimierung, sondern von Nähe und Miteinander geprägt ist? Wie lässt sich Apathie in Hingabe und Neugier verwandeln? Antworten findet Kae Tempest in einer Politik des Mitgefühls und der schöpferischen Kraft: Wo Einsamkeit und Isolation um sich greifen, können Kunst und Kultur auf besondere Weise gemeinschaftsstiftend wirken und inniges Verbundensein spürbar machen – Verbundensein mit uns selbst, unseren Nächsten und dem gesellschaftlichen Umfeld.
Ein Mann, der mit seinem Wissen prahlt, in der Annahme, dass seine Gesprächspartnerin ohnehin keine Ahnung hat – jede Frau hat diese Situation schon einmal erlebt. Rebecca Solnit untersucht die Mechanismen von Sexismus. Sie deckt Missstände auf, die meist gar nicht als solche erkannt werden, weil Übergriffe auf Frauen akzeptiert sind, als normal gelten. Sie schreibt über die Kernfamilie als Institution genauso wie über Gewalt gegen Frauen, französische Sex-Skandale, Virginia Woolf oder postkoloniale Machtverhältnisse. Leidenschaftlich, präzise und mit einem radikal neuen Blick zeigt Rebecca Solnit auf, was längst noch nicht selbstverständlich ist: Für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gilt es, die Stimme zu erheben.
Brigitte Jetschina & Cornelia Schaller empfehlen:
Freitag, der 29. Juli in Dublin. Das Wetter ist wie vorhergesagt, die Stadt vor Cathals Bürofenster liegt in gleißendem Sonnenschein. Nach einem scheinbar ereignislosen Tag mit Budgetlisten und Bürokaffee nimmt Cathal den Bus nach Hause. Die Landschaft zieht an ihm vorüber, die waldigen Hügel, auf denen er noch nie gewesen ist, und er denkt an Sabine. Die ein bisschen schielt und die gut kochen kann, die auch im Winter barfuß am Strand spazieren geht, die die Hügel besteigt. Die zu viel Geld ausgibt und zu viel Raum einnimmt und zumindest über die Hälfte von allem bestimmen will. Die Frau, mit der er hätte sein Leben verbringen können, wäre er ein anderer Mann gewesen.In dieser kleinen Geschichte eines gescheiterten Paares erzählt Claire Keegan vom großen Thema Misogynie. Und wie sie das tut: kein Wort überflüssig, jeder Satz von durchscheinender Klarheit. Meisterhaft!
Brigitte Jetschina empfiehlt:
Wer hätte gedacht, dass eine Liebeserklärung an die Queen und die Literatur so gut zusammenpassen? Die Hunde sind schuld. Beim Spaziergang mit der Queen rennen sie los, um den allwöchentlich in einem der Palasthöfe parkenden Bücherbus der Bezirksbibliothek anzukläffen. Ma’am ist zu gut erzogen, um sich nicht bei dem Bibliothekar zu entschuldigen, leiht sich ebenfalls aus Höflichkeit ein Buch aus – und kommt auf den Geschmack.
Silja Korn empfiehlt:
Von den Menschen, die wir lieben, besitzen wir nichts.Nach dem plötzlichen Tod der Mutter verspürt Lisa Balavoine das Bedürfnis, sich ihr schreibend wieder anzunähern. Sie zeichnet das Porträt einer Frau, erzählt von einer komplexen Mutter-Tochter-Beziehung. So intim diese Erzählung ist, so universell ist sie auch: Lisa Balavoine schreibt unaufdringlich über die Widersprüchlichkeiten von Mutterschaft, über Muster, die wir unbewusst übernehmen und weitergeben, über den Umgang mit Tod und Trauer und wie schwer es ist, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ihre poetische wie pfeilgenaue Sprache ist dabei Rettung und Genuss.
Monika Raiser empfiehlt:
Albert hat eine schlimme Diagnose von seiner Ärztin und ehemaligen Geliebten erhalten. Während seine Frau Eirin auf einem Kongress ist, fährt er allein in die einsame Ferienhütte an einem Waldsee: Soll er sein Leben selbst beenden, bevor es die tödliche Krankheit tut? Um mit sich selbst ins Reine zu kommen, schreibt er in das Hüttenbuch. Er erzählt, wie er Eirin kennenlernte und wie sie als junge Verliebte in das Märchenhaus einbrachen, das sie später gekauft haben. Wie seine Ehe zu kriseln begann, welche Rolle Sohn und Enkelin für ihn spielen und von seiner Begeisterung für die Astrophysik. Es wird eine lange Nacht, bis irgendwann ein Boot ruderlos auf dem See treibt und ein Fremder erscheint.
Dieter Rüger empfiehlt:
Es ist spät geworden: Hasenkind muss ins Bett. Die Zähne sind geputzt, der Schlafanzug liegt bereit. Klatsch in die Hände – schon hat Hasenkind ihn an. Jörg Mühle hat sich ein wunderbares Ritual ausgedacht, mit dem Hasenkind ins Bett gebracht wird: Händeklatschen, Kissen zurechtklopfen, Simsalabim sagen, Ohren kraulen, Rücken streicheln, gut zudecken und schließlich den Schlaf-gut-Kuss geben. Bis es dann auf der letzten Seite heißt: Mach bitte auch noch das Licht aus. Hier ist der Schalter. Dieses interaktive Pappbilderbuch verzaubert alle, die es sehen: Kinder, Eltern, Hasen.
Clara Trumpf empfiehlt:
50 berührende und kraftvolle Coming-Out-Geschichten aus aller Welt-Eine Sammlung von Briefen und Geschichten, die Mut macht und inspiriert. All you need is love! Es gibt gute, traurige, überraschende und lustige Geschichten, und jede ist anders – aber sie sind alle von Menschen geschrieben, die den Mut hatten, verletzlich zu sein und große Risiken einzugehen, um Liebe und Akzeptanz zu finden. Eine bewegende Sammlung von Liebesgeschichten für alle Geschlechter unterschiedlichster sexueller Orientierung.
Annika Stanger empfiehlt:
Wanda ist die „Neue“ an der Schule und Wanda will nur Eines: in die Villa im Stadtpark einbrechen und einen ganz bestimmten und bewachten Gegenstand stehlen. Der Plan steht, nur das richtige Team muss noch zusammengestellt werden. Wanda findet an ihrer Schule ein paar Profis, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und genau deshalb perfekt zusammenpassen. Doch die wahren Qualitäten dieses Teams zeigen sich erst, als schiefgeht was nur schiefgehen kann…
‚Things are not simple but complex. If he bit Mr. Browning he bit her too. Hatred is not hatred; hatred is also love.‘
Virginia Woolf’s delightful biography of the poet Elizabeth Barrett Browning’s spaniel, which asks what it means to be human – and to be dog.
Oder vielleicht eines von diesen Büchern…?
Und auch in diesen Reihen sind (fast) alle Bücher unter 200 Seiten:























