Die Hauptperson des Romans ,der berühmte niederländische Gehinchirurg Jaap Hollander ist erstmal nicht die symphatischte Person. Er benutzt seinen Status als Arzt um flüchtige Beziehungen mit Krankenschwestern einzugehen, als jedoch eine von ihnen schwanger wird, hat er wenigsten den Anstand diese zu heiraten. Das Paar bekommt eine Tochter, die, als 18jährige auf der Suche nach ihren jüdischen Wurzeln nach Israel reist und zusammen mit einem amerikanischne Jungen dort spurlos verschwindet.
Zehn Jahre ist das jetzt her. Hollanders Ehe , die ohnehin nicht sehr glücklich war, zerbricht darüber und er selbst reist seitdem jedes Jahr nach TelAviv und in die Negev Wüste, er will nicht glauben, daß Seine Tochter wirklich tot ist und er lässt nichts unversucht um nach ihr suchen zu lassen.
Da ergibt sich ihm eine unverhoffte Chance; er wird gebeten ein äußerst riskante und eigentlich ausssichtslose Gehirnoperation durchzuführen. Die Patientin ist niemand geringeres als die Tochter des saudischen Königs. Bei Erfolg winkt ein unvorstellbar großer Geldbertrag, den er für die Suche nach seiner Tochter einzusetzten gedenkt. Obwohl das Risiko sehr hoch ist, sagt er zu und tatsächlich : es gelingt!
Er beschließt noch eine Zeitlang in Tel Aviv zu bleiben, als bei ihm selbst ein Tumor im Gehirn erkannt und operiert wird. Er sucht sich danach eine kleine Wohnung, in der er die Zeit der Rekonvaleszenz zu verbringen gedenkt; bald jedoch ereignen sich merkwürdige Dinge: ein Hund taucht auf, seltsamerweise kann er sich mit ihm in seinem Kopf unterhalten und er glaubt erst an eine Komplikation nach der Operation. Bald jedoch akzeptiert er die Situation und der Hund verspricht, ihn wieder mit seiner Tochter zusammen zu bringen…
Ab diesem Punkt kippt der Roman ins Fantastische, ja fast schon Übersinnliche und es erwartet den Lesenden ein toller Twist, der hier natürlich nicht verraten werden soll, aber ich muss sagen: es hat mich ganz schön umgehauen, ganz am Schluß gibt es dann noch einen krassen Gänsehaut Moment, der mich mit einem ziemlichen „Lesekater“ zurückgelassen hat.
Ich mag den Autor sehr, den Bezug zum jüdischen Leben, der in jedem seiner Bücher eine Rolle spielt. Der Roman, der so ein bisschen betulich beginnt, hat mich schnell in seinen Bann gezogen und es war ein wilder Ritt bis zum Ende; spannend und menschlich berührend. Die Hauptperson war so präsent und authentisch, wie die ganze Handlung.
Großartiger Lesestoff für Menschen , die toll konstruierte Geschichten mögen und dafür auch mal die eine oder andere Länge in Kauf nehmen.
Ihre Cornelia Schaller

