Die Definition von Bi+sexualität ist ziemlich vielschichtig. Die einfachste Erklärung ist, dass bisexuelle Personen sich romantisch und/oder sexuell zu Menschen des eigenen und anderer Geschlechter hingezogen fühlen. Allerdings benutzen manche lieber Begriffe wie Pan-, Omni- oder Polysexuell. Alle diese Begriffe werden von manchen Menschen austauschbar benutzt und andere drücken damit verschiedene Nuancen aus. Oft wird Pansexualität als Anziehung, die unabhängig von dem Geschlecht einer anderen Person ist, beschrieben. Für Omnisexuelle spielt das Geschlecht dagegen eine Rolle, auch wenn sie sich zu mehreren Geschlechtern hingezogen fühlen. Polysexualität bezeichnet wiederum die Anziehung zu mehreren, aber nicht allen Geschlechtern.
Diese Definitionen sind wandelbar und sehr personenabhängig – am besten merkt man sich das Bi als Makrolabel verwendet wird. Makrolabel sind entweder Überbegriffe oder Begriffe, die weit genug verbreitet sind, dass die meisten Menschen ungefähr wissen um was es geht. In diesem Fall ist Bi beides. Die anderen Begriffe sind Mikrolabel (Fällt entweder unter einen Überbegriff oder ist sehr unbekannt).
So weit, so leicht? Am Besten das Ganze nochmal ausführlicher in Queergestreift nachlesen oder mit Julia Shaws Bi tiefer in die Materie eintauchen.
Der bittersüße Roman Lichte Tage erzählt die Geschichte von Ellis, der sich nach dem frühen Tod seiner Mutter gegen den kaltherzigen Vater durchsetzten muss. Ein scheinbar auswegloses Unterfangen, doch wird er von einer wunderbaren Freundschaft und Liebe zu seinem Freund Michael getragen und unterstützt. Diese Liebe ist lange heimlich und doch so offensichtlich. Ellis jedoch geht auch eine tiefe Beziehung zu einer Frau ein, Annie – die er auch heiraten wird. Doch die Liebe zu Michael zerbricht daran nicht, nein, es wird für einige Zeit eine „Ehe zu dritt“, denn auch Annie und Michael sind von einer starken Anziehung zueinander gefangen. Und alle drei verbindet auch die Liebe zu Südfrankreich, der Kunst und dem besonderen Licht dort – und doch wird ihre Liebe auf tragische Weise zu früh beendet. Was passiert mit dem Mensch, der „übrig“ bleibt?
Unwiderstehlich aufregend und grausam zugleich erzählt Alexandra Blöchl in Was das Meer verspricht die Geschichte von Vida, einer jungen Frau, die auf einer kleinen Insel in Norddeutschland lebt und eigentlich mit ihren Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt sein sollte. Doch dann zieht überraschend Marie ins leerstehende Nachbarhaus. Marie ist in vielerlei Hinsicht sehr gegensätzlich – alleinstehend, unangepasst, immer im Moment lebend und niemandem Rechenschaft schuldig. Auf einer Insel, auf der nur anerkannt wird, wer hart arbeitet, schwimmt Marie am liebsten im selbst entworfenen Meerjungfrauenkostüm umher. Vida verliebt sich in Marie, dabei sollte sie doch eigentlich ihre Jugendliebe Jannis heiraten. Sie setzt mit der Affäre eine Welle von Ereignissen in Gang – die auf einen gefährlichen Höhepunkt zusteuert, als plötzlich Vidas Bruder Zander auf die Insel zurückkehrt und beginnt, Marie zu umgarnen…
Jugendliche, die Spanung lieben, finden bisexuelle Protagonistinnen in The Girls I’ve Been und The April Story – Ein wirklich erstaunliches Ding. In The Girls I’ve Been ist Nora zur falschen Zeit am falschen Ort: Mit ihrem besten Freund und Ex Wes und ihrer derzeitigen Freundin Iris wird sie als Geisel bei einem Banküberfall genommen. Als Tochter einer Trickbetrügerin und einer Kindheit als deren Komplizin hat sie jedoch einige Alter Egos und Tricks im Ärmel. The April Story – Ein wirklich erstaunliches Ding folgt April, die ein Video einer riesigen Skulptur postet. Als noch mehr dieser Carls über die ganze Welt verteilt auftauchen, will sie unbedingt deren Herkunft herausfinden und teilt das alles auf Social Media. April muss ihre neue Berühmtheit navigieren – und das Rätsel der Carls lösen, während Verschwörungstheoretiker hinter ihr her sind.
Auf Englisch gibt es für Romance Fans Becky Albertallis Leah on the Off-Beat, folgt der Drummerin Leah, deren Leben aus dem Ruder läuft, als sie sich in die Freundin ihres besten Freundes verliebt. Ihre Mutter weiß zwar, dass sie bi ist, aber ihre Freunde nicht. Und dass der Abschlussball ansteht, vereinfacht die Sache auch nicht.
Alle drei Bücher sind übrigens von bisexuellen Autor*innen geschrieben!
Auch Fantasy-Fans kommen mit bi+sexuellen Protagonist*inne auf ihre Kosten: In Dark Rise arbeitet Will nach dem Tod seiner Mutter an den Docks von London – verfolgt von ihren Mördern. Gerettet von einem Orden geheimnisvoller Ritter und unter dem Gewicht einer uralten Prophezeiung kämpft er um sein Überleben.
In the Ravenous Dark folgt der pansexuellen Magierin Rovan, die in einem Palast voller Intrigen und Geheimnisse eine Rebellion starten muss, um das ganze Land zu retten. Aber dafür muss sie die Prinzessin, die sie liebt und den Geist, an den sie gebunden ist, verraten.
Reluctant Immortals erzählt die Geschichte von Lucy aus ‚Dracula‘ und Berthaaus ‚Jane Eyre‘. Unfreiwillig Unsterblich navigieren die beiden ihre Freundschaft und Lucys Auto durch das Kalifornien der 60er Jahre, immer mit dem Ziel vor Augen Rache an den Monstern zu nehmen, die sie erschaffen haben und endlich Freiheit zu erlangen. Dabei nimmt der Roman sexistischen Narrativen, von Missbrauch geprägte Beziehungen und den Kreislauf der Gewalt auseinander. Das Buch zeigt schonungslos negative Stereotypen aus, mit denen Frauen – reale wie fiktionale – seit Jahrhunderten kämpfen müssen.










