🏳️‍🌈 Pride Month 🏳️‍🌈 LGBTQIA+ –  Plus was?

Das Plus (manchmal auch Sternchen) am Ende des Akronyms ist ein Platzhalter für weitere Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten. Manchmal kürzt man deshalb auch der Einfachheitshalber zu LGBT+ oder LGBTQ+. Oder man verlängert um noch einige andere Identitäten direkter anzusprechen.

Im englischsprachigen und vor allem US-amerikanischen Raum sieht man häufiger auch LGBTQIA2S+, dabei steht 2S für Two-Spirit, eine Bezeichnung die von einigen indigenen Menschen in den USA und Kanada benutzt wird und Menschen außerhalb des binären Geschlechtssystem beschreibt. Manchmal sieht man auch LGBTQQIA+, dabei steht das zweite Q für „Questioning“, also für diejenigen, die ihre sexuelle Orientierung und/oder Geschlechtsidentität noch nicht definiert haben. Manchmal gibt es auch zwei ‚A’s, um den Unterschied zwischen Aromantik und Asexualität zu verdeutlichen.

Aber egal welches Akronym man benutzt, bei Pride geht es um Sichtbarkeit, Akzeptanz und Gemeinschaft. Auch wenn die Situation für queere Menschen in vielen Teilen der Welt besser ist, als sie es vor 10, 50 oder 100 Jahren war, gibt es auch in Deutschland und Europa immer noch viel zu tun, um Gleichberechtigung herzustellen und Hasskriminalität zu bekämpfen.

Queere Repräsentation in Medien hat erwiesenermaßen positive Effekte auf die Wahrnehmung queerer Menschen im Alltag (U.a. Schiappa, Edward, Peter B. Gregg, and Dean E. Hewes. „Can one TV show make a difference? A Will & Grace and the parasocial contact hypothesis.“ Journal of homosexuality 51.4 (2006): 15-37; Zhao, Lizhen. Parasocial relationship with transgender characters and attitudes toward transgender individuals. Diss. Syracuse University, 2016) und ist damit ein erster Schritt in die richtige Richtung. Deshalb sollten wir es unterstützen, wenn es Menschen gibt, die uns diese Repräsentation in die Läden bringen. Zum Beispiel das wundervolle Team des Zuckersüß Verlags. Seit 2019 erscheinen dort außergewöhnliche Kinderbücher und seit 2023 auch Jugendbücher mit dem Fokus auf das Vermitteln starker Werte und Diversität.

Deutlich länger, nämlich seit 1995 gibt es den Querverlag von Ilona Bubeck und Jim Baker, der sich auf Literatur deutschsprachige lesbischer und schwuler Autoren*innen konzentriert. Von Romanen über Sachbücher bis wissenschaftlichen Fachbüchern hat „Deutschlands erster lesbisch-schwuler Verlag,“ alles dabei.

Der Männerschwarm Verlag wurde im Jahr 1992 von Joachim Bartholomae, Hajü Köster, Tobias Völker und Detlef Grumbach gegründet. Ursprünglich entstand der Verlag aus dem Buchladen Männerschwarm. Der Fokus des Verlages liegt bei  internationaler Belletristik und Sachbüchern, haben aber auch Erotik sowie Comics und Graphic Novels von Ralf König.

Wer jetzt nicht nur lesen will kann auch noch mit wenig Aufwand mehr tun. Beispielsweise durch das Unterstützen einer Petition für das Verbot von Konversionsmaßnahmen in der EU (https://eci.ec.europa.eu/043/public/#/screen/home). Und wer noch eine Minute übrig hat, kann auch gleich die Bundesregierung auffordern, ihren Versprechen den Schutz von queeren Menschen im Grundgesetz zu verankern, Taten folgen zu lassen (https://action.allout.org/de/m/65ebc4c6/#form-section).

Wer noch mehr tun will, kann auch mal auf https://govolunteer.com/suche/projekte vorbeischauen. Da gibt es
gemeinnützige Projekte, die Unterstützung suchen – nicht nur im queeren Bereich (aber natürlich auch da: https://govolunteer.com/thema/queer-aktivismus), sondern auch für Geflüchtete, Klimaschutz, Antirassismus und und und…

In dem Sinne: ein letztes mal Happy Pride von euren Tauben

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