Anne Freytag – Blaues Wunder

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Ein „Blaues Wunder“ sollte es sein, das Setting in dem wir uns bei diesem Roman bewegen: Vor der traumhaften Kulisse der Philippinen liegt die imposante Yacht im kristallklaren Wasser, bereit die Passagiere für einen exklusiven Luxusurlaub aufzunehmen, als da wären: Walter Bronstein, Besitzer dieser Yacht und einer Privatbank, seine Frau und sein erwachsener Sohn David, sowie 2 leitende Mitarbeiter nebst Ehefrauen. Von Anfang an ist eine ungute Spannung spürbar und schnell wird klar; das hier wird kein Erholungsurlaub, vielmehr stehen die beiden Männer auf dem Prüfstand, wer der potentielle Nachfolger in der Bank  werden wird und ihre Frauen haben da gefälligst mitzuspielen und gute Miene zum bösen Spiel zu machen. 

Kleine Sticheleien und Machtspielchen sind an der Tagesordnung, jegliches Verhalten, jede Gefühlsregung wird kontrolliert und kommentiert, jede Handlung gerät zu einem ehrgeizigen Wettkampf. Was sich anstrengend anhört, eskaliert zu einem überraschenden Showdown und die Frauen, die scheinbar so unsichtbar und nur als schöne Anhängsel  im Schatten ihrer ach so mächtigen Männer standen, laufen zur Höchstform auf und bereiten ihren Männer wahrlich ihr „Blaues Wunder“.

Fast schon bösartig und mit spitzer Zunge, liefert hier Anne Freytag diese bitterböse Gesellschaftssatire ab. Fulminant erzeugt sie ein klaustrophobisches Kammerspiel, das ich mit großer Spannung gelesen habe. Ein bisschen Schade finde ich das, meiner Meinung nach, nicht so gelungene Cover, aber das tut ja dem sensationellen Inhalt keinen Abbruch. Große Leseempfehlung von mir für unterhaltsame Lesestunden am Pool, im Urlaub, auf der Terrasse und und und…

Ihre Cornelia Schaller

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