Taylor Jenkins Reid: Die sieben Männer der Evelyn Hugo

Halt, stop, Achtung – dieses Buch ist kein Krimi, hier geht es nicht um sieben Tode und nein, die Dame im Titel heißt auch nicht Evelyn Hardcastle! Auf dem deutschen Markt ist „Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ schon eine ganze Weile ein Hit – aber bevor es Evelyn Hardcastle gab, war Evelyn Hugo bereits eine Hollywoodikone.

Man muss schon zugeben, die ähnlichen Titel haben schon für einige Verwechslungen auf dem englischen Buchmarkt gesorgt („The seven Husbands of Evelyn Hugo“ & „The seven Deaths of Evelyn Hardcastle“) und jetzt, wo auch endlich Evelyn Hugo auf dem deutschen Buchmarkt vertreten ist (obwohl im englischen Original vor Evelyn Hardcastle erschienen) erwarten uns hier bestimmt auch die ein oder andere Verwirrung.

Zum Glück sind die beiden Bücher vom Plot aber grundauf verschieden und von hier an rede ich auch nur noch über eine Evelyn, versprochen – mir schwirrt auch schon ganz der Kopf. 😉


Plot

Die alternde und zurückgezogen lebende Hollywoodfilmikone Evelyn Hugo ist endlich bereit die Wahrheit über ihr glamouröses und skandalbehaftetes Leben zu erzählen. Aber als sie die unbekannte Zeitschriftenautorin Monique Grant für den Job auswählt, ist niemand mehr überrascht als Monique selbst. Warum sie? Warum jetzt? Monique hat ihr Leben nicht gerade im Griff. Ihr Ehemann hat sie verlassen und ihre Karriere verläuft sich ins nichts. Aus welchem Grund auch immer Evelyn sie auserwählt hat um ihre Biografie zu schreiben, Monique ist festentschlossen die Chance zu nutzten, um ihre Karriere in den Gang zu bringen.

In Evelyns Luxusapartment beordert hört Monique sich fasziniert die Geschichte der Schauspielerin an. Von ihrem Start in Los Angeles in den 50ern, bis hin zu ihrer Entscheidung das Showgeschäft in den 80ern zu verlassen – und natürlich über ihre sieben Ehemänner, erzählt Evelyn eine Saga von rücksichtslosem Ehrgeiz, unerwarteten Freundschaften und einer großen, verbotenen Liebe.

Monique beginnt eine echte Verbindung zu der Legende zu spüren, aber als Evelyns Geschichte sich seinem Abschluss nähert, wird klar, dass ihr Leben mit dem von Monique auf eine tragische und irreversible Art verbunden ist.



Wer Taylor Jenkins Reid kennt, der weiß, jedes ihrer Bücher hat eine besondere Art und Weise, wie es geschrieben und verfasst ist. Evelyn Hugos Geschichte wird in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt, lässt einen rätseln und vermuten, wie das Leben dieser Ikone ihren Lauf genommen hat. Sieben Abschnitte hat dieses Buch, einen für jeden Ehemann, und doch geht es hier um alles, aber nicht um ihre Ehemänner.

Auch wenn diese natürlich eine tragende Rolle in diesem Buch spielen, ist die Geschichte von Evelyn Hugo nur die Geschichte von Evelyn Hugo. Sie hat vieles getan, moralisch und unmoralisch, um das zu erreichen, was sie erreicht hat, aber hat dabei immer ihre Geschichte fest in der eigenen Hand gehabt. Immer wieder hat sie Rückstöße und Enttäuschungen erleben müssen, aber sie hat immer weiter für ihren Traum gekämpft.

In diesem Buch geht es ums Fallen und wieder Aufstehen, um das für sich einstehen und an sich selbst glauben – um das Starksein, als Frau in einer Welt und Zeit in der Frauen nur wenig wert waren und in einer Branche, in der sie als nichts weiter als ein Objekt angesehen wurden. Ein Buch über eine Liebe, so tief und einzigartig, wie keine derer, die als die Norm angesehen wird.

Die Geschichte von Evelyn Hugo mag fiktiv sein, aber bei weitem nicht ausgedacht. Taylor Jenkins Reid schreibt ein Buch, dass genau so passiert sein könnte, dass viele Hollywoodikonen der 50er und 60er Jahren vielleicht genau so erzählen könnten.

Mit ihrer einzigartigen Art und Weise Bücher zu erzählen, schafft Taylor Jenkins Reid ein weiteres Buch, dass es so nicht noch einmal gibt und dessen Charaktere sich tief in meinem ein Plätzchen gesucht haben, direkt neben den Charakteren aus Daisy Jones & The Six, und wo sie noch sehr, sehr lange bleiben werden. Noch ein Buch, dass einen nicht mehr loslässt, auch nachdem man die letzte Seite gelesen und das Buch geschlossen hat.

Ein Kommentar zu „Taylor Jenkins Reid: Die sieben Männer der Evelyn Hugo

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