Taubenadvent: 20. Dezember

Das Songbuch unserer Liebe
– Emma Brodie

Empfohlen von Annika Stanger & Laura Walter

Jane Quinn hat schon immer Musik gemacht, doch dem Business steht sie kritisch gegenüber. Das Schicksal ihrer Mutter ist ihr eine Warnung: Als junge Frau wurde die begnadete Liedermacherin auf furchtbare Weise ausgebeutet. Dabei sind die Quinn-Frauen seit Generationen selbstbewusst und unabhängig. Nach einem Konzert wird Jane 1969 von Folkstar Jesse Reid entdeckt. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit und heimliche große Liebe beginnt. Jesses Starpower zieht Jane ins Rampenlicht, verstört erkennt sie, dass sie nur als Freundin statt als ernsthafte Musikerin gesehen wird. Welche Kompromisse muss sie für die Liebe eingehen, wann beginnt die Selbstaufgabe? Jane steht vor der Frage, die sich nicht nur Künstlerinnen stellt: Was ist sie für ihren Traum bereit zu opfern?
Eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Folkmusik-Szene in den 70er Jahren, inspiriert von Joni Mitchell und James Taylor.

Deswegen wollte ich dieses Buch unbedingt lesen – Laura Walter

Ich habe eine totale Schwäche für Bandgeschichten der 70er und 80er, also war es für mich mehr oder weniger unumgänglich dieses Buch zu lesen.

„Daisy Jones and The Six“ von Taylor Jenkins Reid ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und auch darin dreht sich alles um die Entstehung und den Zerfall einer Band der 80er-Jahre.

Während „Daisy Jones“ teils von der Band Fleetwood Mac inspiriert ist, hat sich Emma Brodie bei „Das Songbuch unserer Liebe“ unter anderem auf legendäre Musiker*innen wie Joni Mitchell als Inspiration berufen. Besonders dass sich der Roman auf die Geschichte und Sichtweise der weiblichen Lead-Sängerin der Band fokussiert, hat mich sofort angesprochen und neugierig gemacht.

Deswegen wollte ich dieses Buch unbedingt lesen – Annika Stanger

Wahrscheinlich wäre das Buch an mir vorbeigegangen, wenn meine Kollegin mich nicht darauf aufmerksam gemacht hätte. Manchmal stolpert man an den perfekten Büchern einfach vorbei, bis einen jemand darauf hinweist. Auch ich liebe „Daisy Jones and The Six“ und zähle es zu einem meiner Liebsten, deswegen suche ich schon lange nach einem Buch, dass in mir die gleiche musikalische Begeisterung erneut auslöst.

Während die Bücher vieles gemeinsam haben, sind sie natürlich auch zwei vollkommen unterschiedliche Bücher und „Das Songbuch unserer Liebe“ hat mich auf seine ganz eigene Art und Weise in seinen Bann gezogen. Ich glaube, ich habe noch nie so einen guten Prolog gelesen, wie in diesem Buch. Und die Begeisterung hat auch danach nicht abgenommen.

Beim Lesen kam bei mir immer wieder der Wunsch auf, direkt ins Buch zu hüpfen und auch die Musik zu hören, bei den Konzerten dabei zu sein. Es fühlte sich an, wie ein Liebesbrief an die Musik und die Künstler, die so viel Arbeit in diese hineinstecken, um uns besondere Melodien für unser Leben zu schaffen.

Fragen von Laura Walter an Annika Stanger

  1. Wie würdest du den Schreibstil des Romans in einem Satz beschreiben?
    Sommerwarm und Frühlingsleicht voller Musik zwischen den Zeilen.
  2. Drei Gründe, weshalb man dieses Buch lesen sollte.
    Die Leidenschaft zur Musik, der Prolog, die tolle Dynamik zwischen Jane und ihrer Mutter.
  3. Wenn du ein Buch über eine fiktive Band oder eine/n fiktive/n Musiker/in schreiben würdest, wer wäre deine größte Inspiration?
    Eine sehr biased Antwort wäre hier Taylor Swift, BTS oder Bastille – aber wenn ich mal ein bisschen in die Zeit zurückreise, fände ich Abba unglaublich spannend. Ein unglaublicher Aufstieg zum Welterfolg.

Fragen von Annika Stanger an Laura Walter

  1. Beschreibe das Buch in 3 Worten.
    Inspirierend. Vielseitig. Ergreifend.
  2. Welches Lied darf auf einem Soundtrack für dieses Buch nicht fehlen?
    „Stumblin‘ in“ von Chris Norman und Suzi Quatro
  3. Bei wem das dieses Buch unter dem Weihnachtsbaum nicht fehlen?
    Bei allen die „Daisy Jones and The Six“ geliebt haben und nicht genug von Bücher über Bands und das Musik-Buisness bekommen.

Das nächste Adventskalendertürchen gibt es auf Instagram. 🙂

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