🏳️‍🌈 Pride Month 🏳️‍🌈 Q = Queer

Queer (sprich: Kwier) kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie seltsam oder sonderbar bedeutet. Früher wurde es als Beleidigung verwendet, seit den 90ern hat es die Community als ermächtigende Selbstbezeichnung für sich reklamiert. Die Sammelbezeichnung ist für alle Menschen die nicht der ‚Norm‘ entsprechen, also nicht hetero oder cis sind. Für Menschen, die unter mehrere Label fallen, spezifische Mikrolabel verwenden oder sich nicht sicher sind, wie genau sie sich bezeichnen sollen ist es oft auch einfacher sich als queer zu bezeichnen. 

Außerdem ist queer auch der Begriff, der im akademischen und theoretischen Bereich genutzt wird – und damit auch Teil der Titel mehrerer toller Sachbücher. Queergestreift ist mittlerweile oft genug genannt worden, aber auch Queer von Benno Gammerl gibt einen Überblick über die deutsche queere Geschichte der letzten 150 Jahre. Das Jugendsachbuch Queer Heroes stellt 53 beeindruckende Persönlichkeiten vor – und liefert auch Erwachsenen neue, spannende Infos. 

Here and queer von der Aktivistin, Autorin und YouTuberin Rowan Ellis ist ein Ratgeber für Jugendliche ab 12, der Ratschläge, Erfahrungsberichte und Infos mit tollen Illustrationen kombiniert. Ohne queer im Titel – und von deutschen Autoren – gibt es Love, You – Ein Buch für dich, das Jugendliche empathisch bei der Identitätsfindung begleitet und L(i)ebe, wie du willst von Förderschullehrer und Drag Queen Gracia Gracioso liefert fundierte Infos und ganz viel Herz. 

Da queer ein Sammelbegriff ist, passen natürlich auch alle bisherigen Buchempfehlungen hier her. Bücher, die allerdings in keine der anderen Kategorien fallen, stellen wir hier vor. 

Zum Beispiel Stadtgeschichten von Armistead Maupin. Ursprünglich in den 70ern erschienen, folgen die verrückten Geschichten einer Vielfalt bunter Charaktere in San Francisco. Das Buch ist übrigens auch die Vorlage für die Netflix-Serie Tales of the City.

Für Kinder gibt es das Märchenland für alle, ist ein modernes Märchenbuch, das siebzehn traditionelle ungarische Märchen bunt und divers neu erzählt. Ein perfektes Vorlesebuch ab 6, bei dem niemand ausgeschlossen wird!

Das Memoir So weit das Licht reicht von Sabrina Imbler verbindet Kreaturen der Tiefsee mit Sabrinas eigene Erfahrung. Es ist eine Sammlung faszinierender Essays, die Goldfische,  Yeti-Krabben, unsterbliche Quallen, lila Kraken und hybride Schmetterlingsfische mit dem Aufwachsen, Mutterschaft, fluider Sexualität und Gender, Flucht und Umweltzerstörung verbindet. 

Kommentar verfassen