Marian Engel: Bär

Eine faszinierende Wiederentdeckung aus Kanada. Vor kurzer Zeit erschien ‚Bär‘ von Marian Engel in der Übersetzung von Gabriele Brößke. Ich danke hier sehr für das großartige Nachwort von Kristine Bilkau, dass die Geschichte perfekt verstehen lässt und in den Kontext setzt.
Die junge Bibliothekarin Lou wird beauftragt den Nachlass eines Colonels aus dem 19. Jahrhundert zu katalogisieren.
In diesem Sommer auf der einsamen Insel in Kanada wird sie nicht nur den historischen Buchbestand aufnehmen, sondern auch einen halbzahmen Bären begegnen. Dieser Sommer mit Bär wird sie verändern und neu erwachen lassen. Die Wochen auf der Insel wirkt wie eine Wiedergeburt und neu Erweckung. Virginia Woolf hatte „Ein Zimmer für sich allein“ und Lou hat sogar eine ganze Insel für sich allein. In dieser Zeit entsteht eine außergewöhnliche Gemeinschaft zwischen ihr und dem Bären. Eine zärtliche Beziehung zwischen verunsicherter Frau und zurückgezogenen Bären entsteht. Der Bär lebt schon seit langer Zeit auf dem Grundstück des Anwesens. Sie füttert ihn, spricht mit ihm, geht mit ihm schwimmen und verbringt intensive Stunden mit ihm vorm Kamin.
So ein kluger, moderner Text mit einer starken Frau, die durch ihre spezielle Selbsterweckung aufblüht.

„Sie fühlte sich stark und rein.“

Lest dieses Buch und beginnt dabei mit dem Nachwort! So guut!

Original auf Instagram bei @booksartnature erschienen:

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